Freude und Frust liegen nahe beieinander im Alltag der Sozialdiakoninnen und -diakone. Das zeigen die Stichworte auf dem Flipchart. Die Mitglieder des Diakonatskapitels Zürich Unterland haben sie gesammelt. Es geht um die Frage, was sie im Job stärkt und was Kraft raubt. Teamgeist, Glaube, Gestaltungsspielraum stehen beim Plus. Die Schattenseite: komplexe Strukturen, Arbeit an Wochenenden oder Abenden, Lohnungleichheit. «Unser Ziel ist, zu schauen, wie die Kirchgemeinden bessere Arbeitgeberinnen werden», sagt Jacqueline Käs, Sozialdiakonin und Dekanatskapitel-Co-Leiterin im Vorfeld der Veranstaltung. «Viele haben Nachholbedarf.»
Die Übung ist weniger Gedankenspiel als Notwendigkeit. Nicht nur beim Pfarramt, auch in der Sozialdiakonie ist die Stellenbesetzung eine Herausforderung. Das zeigt eine aktuelle Erhebung von Diakonie Schweiz, der nationalen Dachorganisation für Diakonie der reformierten Landeskirchen. In der Deutschschweiz beurteilen die Kantonalkirchen demnach die Personalsuche mehrheitlich als schwierig bis sehr schwierig.
