Neu profitieren auch nicht anerkannte Religionsgemeinschaften von Staatsbeiträgen. Neben muslimischen und orthodoxen Dachverbänden, die den Grossteil der Gelder erhalten, wird der Dachverband Freikirchen.ch berücksichtigt, wie «reformiert.» jüngst berichtete.
Die Vergabe an Freikirchen überrascht, pochen sie historisch auf eine strikte Trennung von Staat und Religion. Auf der Website von Freikirchen.ch heisst es etwa: «Freikirchen erhalten weder Steuergelder noch sonstige finanzielle Unterstützung von Dritten.»
Georg Schmid, Leiter der Stelle Relinfo, der Freikirchen schon lange beobachtet, bezeichnet das Bemühen des Dachverbandes um Staatsbeiträge als «inkonsistent mit deren Selbstverständnis». Allerdings habe es auch schon in der Vergangenheit Fälle gegeben, in denen Freikirchen staatliche Gelder beantragten. Georg Schmid sieht darin grundsätzlich kein Problem. Entscheidend sei jedoch die Deklaration: «Zu sagen, man erhalte keine Steuergelder, ist irreführend, wenn gleichzeitig bei Bund und Kantonen um Unterstützung nachgesucht wird.»
