Fasten ist der zeitweise Verzicht auf Nahrung. Bevor die Menschen sesshaft wurden, waren längere Zeiten ohne zu essen normal. Jagd- und Sammelerfolg liessen sich nicht planen und die Methoden zur Haltbarmachung von Lebensmitteln waren beschränkt. Mit fortschreitender Zivilisation wurde Nahrung immer verfügbarer. Die industrialisierte Herstellung von Nahrungsmitteln und Errungenschaften wie etwa der Kühlschrank machen es heute problemlos möglich, rund um die Uhr zu essen.
Fasten hilft bei der Regeneration von Körperzellen
«Fasten ist grundsätzlich etwas ganz Natürliches. Der Körper hat kein Problem, damit umzugehen, im Gegensatz zum Überfluss», sagt die Theologin und Fastenleiterin Dorothea Loosli-Amstutz. Mittlerweile ist wissenschaftlich belegt, dass das Fasten eine wichtige gesundheitliche Funktion hat. Nach etwa 14 bis 18 Stunden ohne Nahrungsaufnahme beginnt nämlich die sogenannte Autophagie, wörtlich übersetzt «Selbstverzehrung». Dies ist der Prozess in den Körperzellen, in welchem schadhafte Zellstrukturen, Bakterien und Viren abgebaut und verwertet werden. Dadurch regenerieren sich die Zellen.
