| Erstellt: 25.06.2010 | |
Qualitätssicherung, Personalnotstand, Kostendruck und mangelnde Wertschätzung gegenüber Pflegenden und alten Menschen sind Themen, die den Organisationen im Bereich der Altersbetreuung Sorgen bereiten. Die Schweizer Pflegeorganisationen und Heime rufen die Öffentlichkeit auf, an Lösungen zu arbeiten. Zehn Thesen und Forderungen umfasst die «Charta der Zivilgesellschaft zum würdigen Umgang mit den älteren Menschen».
Neuer Mix. Nebst Überlegungen zum Umgang der Gesellschaft mit dem Alter und ethischen Leitsätzen für Pflegende stellen die Organisationen auch politische Forderungen. So müsse etwa der Pflegebereich (care) gegenüber der Akutmedizin (cure) stärker gefördert und anerkannt werden. «Durch die demografische Entwicklung steigt in den kommenden Jahrzehnten der Bedarf an Pflege, Betreuung und Begleitung Hochbetagter stark an», heisst es in den Thesen. Es brauche einen «neuen Mix aus Angeboten stationärer Pflege-Einrichtungen, Spitex-Dienstleistungen, familiärer Pflege und Entlastungsdiensten». In ihrem Zukunftskonzept bauen die Pflegeorganisationen auf ehrenamtliche Unterstützung, betonen aber, dass es dafür Beratungs- und Entlas tungsangebotebrauche. Ein menschenwürdiges Sterben ist ein wichtiges Anliegen der Charta. «Sterben ist ein zentraler Aspekt des Lebens. Die Sorge für ein möglichst gutes Sterben ist für die professionellen Betreuerinnen und Betreuer Teil der Bemühungen um möglichst hohe Lebensqualität bis zuletzt.» Sie nehmen sich dabei selber in die Pflicht. Ganzheitliche Pflege und Betreuung bestehe nicht nur aus kompetenten Verrichtungen, sondern ebenso aus menschlicher Zuwendung. In diesem Zusammenhang fordern die Pflegeorganisationen und Heime eine rasche Umsetzung der vom Bundesamt für Gesundheit entworfenen Palliativ-Pflege-Strategie. «Humane Medizin geht davon aus, dass nicht nur die Bekämpfung des Todes zu ihrer Aufgabe gehört, sondern ebenso eine würdevolle Sterbebegleitung.» Christa Amstutz
Charta bestellen: e.hirsbrunner@curaviva.ch, 031 385 33 33.









