| Erstellt: 09.02.2010 | |
Kirchenschiff. Es ist gut nachvollziehbar, dass keiner der Zürcher Kirchenverantwortlichen jetzt schon Konkretes über die zukünftige Zusammenarbeit mit dem neuen Weihbischof Marian Eleganti sagen will. Prognosen wären auch nicht angemessen, denn erst mit begonnener Arbeit wird sich zeigen, in welche Richtung der neue Bischof das katholische Zürcher Kirchenschiff steuern wird. Gleichgültig kann aber auch den Reformierten der zukünftige Kurs nicht sein, denn längst sitzen wir alle im selben Boot – was die Zukunft der Kirchen anbelangt.
Glaubwürdig. Für ihre Zukunft brauchen die Kirchen vor allem Glaubwürdigkeit. Christliche Werte können nur überleben, wenn die Kirchen gemeinsam dafür einstehen und damit zeigen, dass sie anderes zu tun haben, als sich in ihren Unterschiedlichkeiten zu verzetteln. In einer Zeit, in der die Kirchenbindung allgemein abnimmt, braucht es positivere Kirchenbilder. Und wenn heute ein grosser Teil der Ehen konfessionsverschieden sind, muss es im Interesse der Kirchen liegen, zwischen Ehepartnern Verbundheit in kirchlichen Fragen aufzubauen.
Weitermachen. Kirchenratspräsident Ruedi Reich hat es im Gespräch über die Zürcher Ökumene folgendermassen auf den Punkt gebracht: «Als Kirchen neigen wir dazu, uns mit uns selber zu beschäftigen. Stattdessen müsste es unsere Aufgabe sein, uns primär mit den Menschen zu beschäftigen.» Im Kanton Zürich ist ökumenisch schon viel in diese Richtung gearbeitet worden. Deshalb sind Katholiken und Reformierte jetzt gefragt, das Erreichte hochzuhalten. Und vor allem: sich nicht beirren zu lassen und nächste Schritte zu tun. Christine Voss






