Erstellt: 25.01.2010
Am Aarauer Stritengässli fuhr der Bagger auf
Landeskirche/ Dem Neubau der Reformierten Landeskirche Aargau am Stritengässli in Aarau gingen zahlreiche Diskussionen voraus. Am 14. Januar erfolgte der lang ersehnte Spatenstich.

«Wir haben dieses Haus erstritten»: So eröffnete Kirchenratspräsidentin Claudia Bandixen am 14. Januar ihre Rede zum Spatenstich des kirchlichen Neubaus am Stritengässli in Aarau. Damit rief sie in Erinnerung, dass das Bauvorhaben aus finanziellen Gründen innerkirchlich heftig diskutiert wurde und schliesslich im Mai 2009 wegen einer Interpellation gar eine ausserordentliche Synode erforderte. Das Haus am Stritengässli wird von der Pensionskasse der Reformierten Landeskirche Aargau finanziert und soll zu einem kantonalen Kompetenz- und Diensleistungszentrum der Reformierten werden.

Partnerschaft. Hans Rösch, Kirchenrat und Mitglied der Verwaltungskommission der Pensionskasse, nannte die Partnerschaft der Landeskirche mit der Bauherrin Fretz und Co. AG «eine besondere Chance». Das Stritengässli sei für die landeskirchliche Pensionskasse eine willkommene Immobilieninvestition und eine sichere Rendite. Jürg Schärer, Verwaltungsrat der Fretz und Co. AG, sah im Spatenstich «den Start in eine neue, gefreute Zukunft». Auch Carlo Mettauer, Vizeammann der Stadt Aarau, zeigte sich glücklich über «das interessante Projekt an der Pforte zur Altstadt», das vom mehrfach ausgezeichneten Architekturbüro Kim Strebel in Aarau umgesetzt wird. Nach den freudvollen Ansprachen sangen Aarauer Schülerinnen und Schüler unter der Leitung von Martin Deubelbeiss das Lied «Es nöis Hus», welches das Personal der Landeskirche zusammen mit dem bekannten Liedermacher Peter Reber komponiert hatte.

Leuchtkraft. Zum Abschluss wurde eine Kassette bestückt, die ins Fundament des Hauses eingemauert wird. Claudia Bandixen legte eine Bibel und Informationen zur Kirche hinein, Jürg Schärer einen Herrenschuh der neusten Kollektion der Firma Fretz Men, und Stadtammann Carlo Mettauer spendierte mit den Worten «dieses Gebäude soll leuchten» einen Leuchtstift der Stadt Aarau. Gut gelaunt kletterte daraufhin Claudia Bandixen ins Cockpit des Baggers, um symbolisch mit dem Aushub zu beginnen. Annegret Ruoff