| Erstellt: 25.01.2010 | |
Wie haben Sies mit der Religion, Pascale Bruderer?
Durch den Glauben und das kirchliche Engagement meiner Eltern habe ich mich schon früh mit der Religion als einer Botschaft des Friedens auseinandergesetzt. Diese Erfahrung hat mich bereichert und mir eine starke Basis für die Aufgaben des Alltags gegeben.
Wie begegnen Sie denn der Religion im Politikerinnenalltag?
Im politischen Kontext setze ich mich oft mit Religionen auseinander. Gross ist mein Unverständnis darüber, dass religiöse Konflikte immer noch zu Krieg und Tod führen.
Glauben Sie an eine höhere Macht?
Absolut, ja. Was die Welt, was unser Leben zu bieten hat, ist so gross und umfassend – da fällt es schwer, eine höhere Macht, die dahinter oder darüber steht, zu verneinen. Ja, ich glaube aus tiefem Herzen an eine Kraft, die das alles zusammenhält und vereint.
Und was versprechen Sie sich von dieser höheren Macht?
Das ist eine schwierige Frage, denn ich bin überzeugt, dass wir den eigenen Weg für uns selbst finden müssen. Von dieser grossen Verantwortung entbindet uns letztendlich keine Macht der Welt. Im Gegenteil!
Glaube heisst für Sie also, Verantwortung zu übernehmen?
Ja. Mich stärkt der Glaube an eine übergeordnete Kraft im Bestreben, Sorge zu tragen: zur Umwelt, zu meinen Mitmenschen – und zu mir selbst.
Was gibt Ihnen Halt in Ihrem turbulenten Leben als Nationalratspräsidentin?
Die Familie, das persönliche Umfeld, die Natur. Dort finde ich nicht nur Halt, sondern auch innere Ruhe und das Glück, entspannen und loslassen zu dürfen.
Interview: Annegret Ruoff









