| Erstellt: 28.12.2009 | |
Die reformierte, die römisch-katholische, die christkatholische und die evangelisch-methodistische Kirche in Zofingen haben diesen Dezember das Projekt «Seelsorgenetz Zofingen» gestartet. Die Idee ist, dass Menschen in schwierigen Situationen schnell professionelle und kostenlose Hilfe bei den Seelsorgern der genannten Kirchen finden – unabhängig von ihrem Glauben. «Wenn es um persönliche Fragen geht, verträgt es oft keine langen Wartezeiten», sagt Pfarrer Stefan Moll von der evangelisch-methodistischen Kirche und Mitglied der Projektgruppe.
Ergänzend. Auslöser für das niederschwellige Angebot der Seelsorger war die Wirtschaftskrise. Als die ersten Auswirkungen spürbar wurden, kontaktierte das kirchliche Personal letzten Sommer die Regionale Arbeitsvermittlung (RAV) Zofingen mit der Frage, ob man Hilfe bieten könne – und stiess auf ein grosses Bedürfnis nach Gesprächspartnern, die Kompetenz im Umgang mit Krisensituationen aufweisen. Klar war, dass das Angebot auf einer breiten ökumenischen Basis stehen muss. Benötigt ein RAV-Klient Beratung und Begleitung, erhält er einen Flyer mit den Informationen über das Seelsorgenetz. Nur auf Wunsch werden auch Rituale und Antworten aus christlicher Sicht angeboten. «Wir möchten damit auch dem Vorurteil begegnen, dass Seelsorger nur für Kirchgänger oder für Menschen in grösster Not da sind», sagt Moll. «Man kann sich auch an uns wenden, wenn man bei einer schwierigen Entscheidung nicht weiterkommt, oder wenn man für gewisse Fragen einen neutralen Gesprächspartner braucht.»
Kontakt Seelsorgenetz: Ref. Kirchgemeinde Zofingen, Christoph Bolliger, Tel. 062 751 19 10, Ruth und Burkhard Kremer, Tel. 062 751 13 39









