Erstellt: 25.02.2009
Wie weiter beim Heks?
Heks/ Nach der Lancierung der Petition «für ein prophetisches und politisch engagiertes Heks» nimmt das Hilfswerk Stellung.

Zwei Wochen nach der Lancierung haben bereits rund 500 Personen die Petition des Komitees für ein prophetisches und politisch engagiertes Heks (www.eper–quo–vadis.ch) unterzeichnet: Das sagt der Berner Pfarrer Jürg Liechti-Möri. Für die Petitionäre ist die Wahl von Nestlé-Chef Roland Decorvet in den Stiftungsrat des Evangelischen Hilfswerks Heks Ausdruck eines «schleichenden Kurswechsels» hin zu einem «allein auf Wachstum fixierten Werk».

Engagiert. Dagegen wehren sich Stiftungsratspräsident Claude Ruey und Geschäftsleitungsmitglied Hanspeter Bigler-Tillison in einer Erklärung: Das Heks scheue kontroverse Stellungnahmen nicht. So habe sich das Hilfswerk in der Schweiz als Trägerin der Sans-Papiers-Kampagne «Kein Kind ist illegal» engagiert, sich gegen die Verschärfung von Asyl- und Ausländergesetz eingesetzt und sich etwa im Projektland Philippinen für die Landrechtsreform stark gemacht. Die Heks-Verantwortlichen bedauern, dass das «Komitee für ein prophetisches und politisch engagiertes Heks» es vorgezogen habe, «über die Medien zu kommunizieren, anstatt das direkte Gespräch zu suchen».

Quo vadis? Jürg Liechti-Möri hofft, dass jetzt der Heks-Stiftungsrat bereit sei zu einer «öffentlichen Diskussion» mit den Petitionären – über die zukünftige Ausrichtung des Heks.
Samuel Geiser

«Reformiert.» 27.2. 2009